
Die Arthrose des Hüftgelenkes ist die häufigste Erkrankung dieses Gelenkes Ursache ist meistens der altersbedingte Verschleiß des Hüftgelenkes. Die Erkrankung tritt aber auch im Rahmen der Dysplasiecoxarthrose auf. Dies ist eine erhöhte Abnutzung aufgrund einer nicht richtig angelegten Hüftpfanne. Beide Erkrankungen führen zu einem Abrieb des Knorpelüberzuges von Hüftkopf und Hüftpfanne. Dies führt zu einer mechanischen Veränderung, so dass das Kugel und Pfanne nicht mehr korrekt zueinander passen. Es kommt zu einer lokalen Entzündung und zum Anbau von Knochen an den Rändern des Gelenkes. Beides verursacht zunehmend Schmerzen.
Als konservative Maßnahmen kommen Physiotherapie, physikalische Therapie oder Spritzen in das Gelenk in Betracht.
Ist das Hüftgelenk aber mechanisch zu stark geschädigt, kommt es zum Gelenkersatz durch eine Endoprothese. Hier gibt es verschiedene Modelle.

Bei jüngeren, aktiven Patienten kann der Oberflächenersatz des Gelenkes in Erwägung gezogen werden. Der große Hüftkopf erlaubt hier ein Maximum an Bewegung. Bei der Operation wird eine Metallkappe wie bei einer Überkronung auf den Hüftkopf zementiert. Eine passsende Metallschale wird in das Becken eingesetzt.
Momentan liegen hier positive Ergebnisse von 10 Jahren vor. Ob das verfahren langfristig zu einer Schwächung des Schenkelhalses führen kann ist nicht komplett geklärt. Für Patienten mit einer eingeschränkten Nierenfunktion und Metallallergien kommt dieses Verfahren nicht in Frage.

Bei älteren Patienten kommt in der Regel ein zementfreier kompletter Ersatz des Hüftgelenkes in Betracht. Bei dieser Operation wird eine Metallschale in die Hüftpfanne eingepresst. Als Gleitoberfläche wird in diese Metallschale eine weitere Schale aus Kunststoff oder Keramik eingesetzt. In den Oberschenkel wird ein Stil aus Titan eingesetzt und der künstliche Hüftkopf, welcher ebenfalls aus Metall oder Keramik besteht, wird auf einem diesem Metallschaft verankert.
