Impingementsyndrom

Ursachen eines Engpasssyndroms (Impingementsyndrom)

Impingementsyndrom, Zeichnung

Die 4 Sehnen der sogenannten Rotatorenmanschette bilden einen sehr wichtigen Bestandteil des Schultergelenkes. Diese Sehnen stabilisieren und bewegen das Gelenk und gleiten dabei in einem knöchernen Kanal zwischen der Kugel und dem Schulterdach (Akromion). Durch Verschleißerscheinungen kann es zu einer zunehmenden Verengung dieses Kanals kommen. Im weiteren Verlauf kann sich dann eine schmerzhafte Entzündung der Schleimbeutel und Sehnen entwickeln. In fortgeschrittenen Fällen kann sogar eine bleibende Schädigung der Muskel-Sehnenplatte auftreten, die zu einer anhaltend schmerzhaft eingeschränkten Beweglichkeit des Schultergelenkes führt.

Beschwerden und Diagnostik

Die Patienten klagen über Bewegungs- und Nachtschmerz. Vor allem die Abspreizbewegung ist eingeschränkt und Bewegungen oder Arbeiten Überkopf sind äußerst schmerzhaft.

Zeichnung von Akromion-Typen

Bei der klinischen Untersuchung ist eine Einschränkung der Abduktion im Vergleich zur Gegenseite zu finden. Die klinischen Tests für Impingement (Hawkins, painful-arc) sind positiv.

In einer Ultraschalluntersuchung kann der entzündete Schleimbeutel nachgewiesen werden. Im Röntgen kann in der outlet-view häufig ein Knochensporn am Vorderrand des Akromions (Schulterdach) gefunden werden; Akromiontyp II oder III.

Therapie

Schulterdachsporn im Outlet-View
Schulterdachsporn im
Outlet-View

In der Frühphase der Erkrankung wird in der Regel konservativ behandelt. Es werden entzündungshemmende Medikamente verabreicht und es werden subakromiale Injektionen (unter das Schulterdach) durchgeführt. Eine entsprechende Krankengymnastik wird begonnen. Sofern nach einigen Monaten konsequenter Behandlung eine stark schmerzhafte Bewegungseinschränkung anhält oder ein Schaden der Sehne nachgewiesen ist, sollte durch eine Operation die Sehne repariert werden und der knöcherne Engpass beseitigt werden. Sofern die Sehne nicht oder nur gering geschädigt ist, genügt es, den knöchernen Engpass zu erweitern.

Bei der Operation wird zunächst eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie) durchgeführt, um den Schaden des Gelenkes genau beurteilen zu können. Ist die Sehne intakt, werden die Knochenkanten am Akromion (Schulterdach), die zu einer Einengung des Sehnengleitkanals führen, mit einer arthroskopischen Fräse abgeschliffen. Das Abschleifen des Akromions bezeichnet man als Akromioplastik (ASAD). Ist die Muskel-Sehnen-Platte mitverletzt und gerissen, so wird diese in der gleichen Operation wieder am Oberarmkopf verankert (siehe Therapie Rotatorenmanschettenruptur).

Technik der Akromioplastik (ASAD)
Technik der Akromioplastik (ASAD)

Die Operation ist ambulant oder kurzstationär (Aufenthalt 2-3 Tage) durchführbar. Es kann sofort mit den Bewegungsübungen in allen Richtungen begonnen werden. Ein spezielles Nachbehandlungsprogramm wird Ihnen mitgegeben.

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