Informationen für Patienten mit Rotatorenmanschettenverletzung zur Arthroskopie und Rotatorenmanschettenrekonstruktion

Das Schultergelenk wird hauptsächlich durch die 4 Sehnen (Infraspinatussehne, Supraspinatussehne, Subscapularissehne und teres minor Sehne) der so genannten Rotatorenmanschette stabilisiert und bewegt. Diese Sehnen verlaufen direkt um das Gelenk in einem engen knöchernen Kanal (Subakromialraum) zwischen dem Oberarmkopf und dem Schulterdach (Akromion).
Im Laufe des Lebens kann es zu Verschleißerscheinungen des Muskel-Sehnenplatte (Rotatorenmanschette) kommen. In dem meisten Fällen ist dabei die Supraspinatussehne betroffen. Wenn sich ein Defekt oder ein Loch in der Sehne entwickelt hat, spricht man von einer Rotatorenmanschettenläsion oder -Ruptur. Die in der Regel schon längere Zeit bestehende Schädigung der Sehne wird häufig erst nach einem Sturz oder nach körperlicher Überbelastung bemerkt. Frische Abrisse der Sehne ohne wesentliche Verschleißerscheinungen sind eher selten.

Operationstechnik

Ziel der OP ist des den Kraftverlust zu mindern, die Beweglichkeit zu verbesssern sowie die Schmerzausschaltung. Dabei erfolgt eine Naht bzw. Refixation der Sehne am Oberarmknochen mit Hilfe von kleinen Knochenankern. Diese Rekonstruktion der Sehnenplatte wird in der Regel arthroskopisch durchgeführt. In manchen Fällen (abhängig Lage, Größe und Alter des Defektes) muss auf ein offenes Verfahren gewechselt werden (mini-open Rekonstruktion, Hautschnitt ca 5cm). Um die Sehnennaht zu schützen wird zusätzlich eine arthroskopischen Erweiterung des Schulterdaches (subakromiale Dekompression) durchgeführt.

Nachbehandlung, Arbeitsunfähigkeit

Nach einer Rotatorenmanschettenrekonstruktion wird der Arm für 3-4 Wochen in einem Abspreizkissen gelagert. Das kontrollierte krankengymnastische Übungsprogramm beginnt am ersten Tag nach der OP. Die Sehnenheilung dauert mindestens 12 Woche. Als Zeitraum bis zur vollen Wiederhestellung der Funktion sind 5 bis 6 Monate einzuplanen. Bei Büro-, Lehr-, Management- oder ähnlichen Tätigkeiten ist die Rückkehr in den Arbeitsprozess nach 3 - 6 Wochen realistisch. Bei Patienten mit körperlich schwerer Arbeit ist die volle Rehabilitationszeit einzuplanen.

In Abhängigkeit von der Sportart ist das sportartspezifische Training nach ca. 3 Monaten, wieder aufzunehmen. Vor Wiederaufnahme der Sportausübung sollte eine erneute Kontrolluntersuchung bei uns wahrgenommen werden, um mögliche Defizite der Muskelkraft und der Bewegungsumfänge festzustellen und um das entsprechende Trainingsprogramm zu steuern.

Informationsblatt für Patienten mit
Rotatorenmanschettenverletzung

Informationen für Patienten mit Rotatorenmanschettenverletzung
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