
Das Schultereckgelenk (AC Gelenk) wird aus dem äußeren Ende des Schlüsselbeines und einem Teil des Schulterdaches gebildet. Zur Stabilisierung finden sich Bänder zwischen Akromion und Schlüsselbein (Akromioklavikulares Band) und zwischen Coracoid und Schlüsselbein (Coracoclavikuläre Bänder). Bei einem Sturz auf die Schulter mit direkter Krafteinwirkung kann es zur Zerreissung von einem oder mehrer Bänder mit folgender Instabilität des AC-Gelenkes kommen. Je nach Ausmaß steht das Schlüsselbeinende mehr oder weniger nach oben ab.
Nach Rockwood werden 6 Verletzungsgrade eingeteilt

Es findet sich ein Druck- Ruhe und Belastungsschmerz. Die Haut über dem AC Gelenk wölbt sich mehr oder weniger vor.
Bei der klinischen Untersuchung findet sich ein Druckschmerz über dem ACG. Je nach Ausprägung lässt sich das äußere Schlüsselbeinende wie eine Klaviertaste herunterdrücken und ist nach vorne verschieblich.
Im Röntgen findet sich je nach Stadium ein Hochstand des Schlüsselbeines gegenüber dem Akromion. In der Sonografie findet sich ein vergrößerter Gelenkspalt.

Rockwood I und II können konservativ behandelt werden. Alle anderen Grade sollten operativ versorgt werden.
In einer offenen Operation mit einem ca 8 -10 cm langen Hautschnitt über dem AC-Gelenk, wird das äußere Schlüsselbeinende wieder auf die Höhe des Akromion reponiert und über eine Hakenplatte stabilisiert. Der gerissene Bandapparat wird genäht.
Bei höhergradigen Verletzungen mit ausgeprägter Instabilität in der Horizontalebene (nach vorne und hinten) wird zusätzlich ein Teil des Coracoakromialen Bandes an das äußere Schlüsselbeinende versetzt um die Stabilität in der Horizontalebene zu verbessern.
Die Operationen sind kurzstationär (Aufenthalt 2-3 Tage). Die Nachbehandlung erfolgt nach entsprechendem Schema mit langsamer Steigerung des Bewegungsausmaßes bis auf Schulterhöhe. Die Hakenplatte wird nach 12 Wochen wieder entfernt .